Kinderkirchennacht mit Museumsabenteuer in Stendal

Die lange Tradition der jährlichen Kinderkirchennacht in Stendal konnte nach zweijähriger Pause endlich wieder fortgesetzt werden.

Am Freitag, 23.9.2022 trafen ab 17:00 Uhr die Kinder des Kirchenbezirkes ein und der Nebensaal wurde für die nächsten 15 Stunden zum Schlafsaal.

Viele Kinder hatten sich in der letzten Zeit kaum oder gar nicht gesehen, daher begann der Abend mit einem kleinen Kennenlernspiel gefolgt von einem Lied. Mit Pommes und Chicken Nuggets im Magen begann die Wanderung von der Kirche durch die Stadt zum Kindermuseum.

Hier gab es viel zu entdecken. Zunächst verschwanden alle im Bauch des Trojanischen Pferdes. Von hier oben hatte man durch Gucklöcher einen guten Blick auf die Umgebung. Am Fuße des Pferdes luden altertümliche Spielzeuge zum Ausprobieren ein. Danach verirrten wir, die Betreuer*innen und manche Kinder, sich im Labyrinth auf der Suche nach dem Minotaurus. Er befand sich im Herzen des Labyrinthes. Zum Glück gab es pfiffige Abenteurer, die alle Verzagten sicher zum Ausgang führten.

Im Museum nahm uns die Museumsleiterin mit in die Zeit der Römer. Die Kinder konnten sich römische Kleider und Sandalen anziehen und somit stilecht Kämpfe austragen, Hieroglyphen kennenlernen, in die Räumlichkeiten eines römischen Hauses eintauchen. Es war nicht ganz einfach, die Kinder in den Kreativraum zu lotsen (und später wieder hinaus). Hier entdeckten unsere kleinen Römer die Vielseitigkeit des Modellierens mit Ton. Spätestens jetzt war der Zeitplan komplett aus den Fugen geraten. Es entstanden kleine Pferde, Schnecken, Marienkäfer, Skulpturen, Gedenksteine… Die Geduld der Museumsmitarbeiterinnen war bewundernswert.

Um 21 Uhr sollte eigentlich die Abendandacht in der Kirche stattfinden. Priester Lehmann wartete auf die Rückkehr der Kinder bis 22:00 Uhr. Die vielen Eindrücke mussten jedoch erst verarbeitet werden, außerdem hatten alle Hunger und Durst. Also noch einmal stärken und schon saß man kauend im trauten Kreis beim Uno-Spiel – der Begriff Zeit löste sich nun vollends auf.

Eine Stunde später lagen dann doch alle Kinder auf ihren Schlafstätten und lauschten Priester Lehmann bei seinen Ausführungen zur Dankbarkeit.

Am Samstag wurde schon um 8:00 Uhr gefrühstückt, denn im Anschluss ist einiges für den Kindergottesdienst, am nächten Tag, vorbereitet worden. Während die Einen Buchstaben für den Altarschmuck bemalten, übten die Anderen für die musikalische Ausgestaltung. Gegen 11 Uhr war alles fertig und die Kinder fuhren nach Hause. Zurück blieben die fleißigen Helfer, um alle Spuren der letzten Stunden zu beseitigen. Vielen herzlichen Dank dafür. 

Am Sonntag fand das wunderschöne Wochenende einen würdigen Abschluss im Kindergottesdienst, zu dem die Kinder und Eltern des Kirchenbezirkes Stendal zusammen kamen. Priester Lehmann leitete den Gottesdienst und erklärte den Kindern und der versammelten Gemeinde sehr anschaulich, was die Worte Jesu „Ich bin bei euch alle Tage.“ in unserem täglichen Leben bedeuten. Der von den Kindern mitgestaltete Altarschmuck „Ich bin da“ veranschaulichte die Botschaft. Die Kinder umrahmten mit Gesang und Orchester den Gottesdienst und erfreuten mit ihrer Musik die Zuhörer.