Gemeindeausflug zur Geschichte der Eisenbahn im Jerichower Land

Auf einem Museumsbahnhof in Magdeburgerforth informierte sich die Gemeinde Genthin über die Geschichte der Kleinbahnen.

Am 21.05.2016 machte sich die Gemeinde Genthin auf nach Magdeburgerforth. Auf dem ehemaligen Bahnhof dort hat sich der „Traditionsverein Kleinbahn des Kreises Jerichow I e.V.“ niedergelassen und betreibt für Traditionsfahrten eine Schmalspurbahn.

Auch die Kinder des Kirchenbezirkes Magdeburg waren an diesem Tag in Magdeburgerforth. Sie waren nur 300 m weiter versammelt zum Kindertag des Bezirkes. So kam überraschend der Bezirksälteste auch zu einem Kurzbesuch bei uns vorbei. Nach einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen erläuterte einer der Vereinsmitglieder die Geschichte der Kleinbahn.

1896 wurde das 110 km lange Streckennetz zwischen Burg/Kanalhafen, Grabow, Magdeburgerforth und Ziesar gebaut. Da es sich um eine landwirtschaftlich geprägte Gegend handelt, diente die Strecke vor allem dazu, Güter der Bauern zu transportieren. Ab 1960 erfolgte dann Stück für Stück die Stilllegung der Strecke, bis diese dann 1965 komplett stillgelegt wurde.

Der Verein gründete sich im Jahre 2000. Seit 2005 befindet sich auch der Bahnhof im Eigentum des Vereins. Die Besonderheit ist, dass alle Arbeiten ehrenamtlich getätigt werden. Dementsprechend langsam geht der Ausbau voran.

Nach diesen Erläuterungen ging es dann in den Zug, angetrieben von einer Diesellok. Die Fahrt – in Schrittgeschwindigkeit – dauerte knapp 5 Minuten und führte vom Bahnhof Magdeburgerforth zum „Lumpenbahnhof“. Hier gab es noch einmal kurze Erläuterungen. Zukünftig ist es vorgesehen, die Strecke bis nach Schopsdorf auszubauen.

Nach der Rückkehr im Bahnhof Magdeburgerforth ging es dann noch ein paar Meter mit der Feldbahn weiter, ein kleiner Zug für 12 Personen. Mit viel Spaß und netten Gesprächen endete dieser Ausflug.

S.L.